„Schmiede Liebenstein“, das ist der ausgebildete Holz- und Steinbildhauer Robert Liebenstein und sein Sohn Severin, die Schmieden als leidenschaftliches Hobby für sich entdeckten. Beide bildeten sich in diesem Bereich in verschiedenen Kursen autodidaktisch weiter (u.a. DICTUM – Niederaltteich, Angele – Ochsenhausen, Gräfenbachschmiede – Wallhausen). Severin profesionalisiert das Handwerk nun: Seit September 2025 ist er in Ausbildung zum „Metallbauer, Fachrichtung Gestaltung“ beim Meisterbetrieb Herwig Straub, Legau.
Unsere Bronzegüsse lassen wir von der Kunstgießerei Kollinger (Elchingen) anfertigen.
Wir sind kein Lehrbetrieb und bieten daher weder Praktikums- noch Ausbildungsplätze an.
Kleine Materialkunde
Baustahl
Niedrig legierte, kohlenstoffarme Stähle, dazu zählen auch die Armierungsstähle die im Betonbau Verwendung finden.
Man kann sie gut schweißen und schmieden sind aber nicht härtbar.
Edelstahl
nicht ganz so geschmeidig, aber auch schmiedbar. Perfekt in Kombination mit Schmiedebronze, z.B. in der Grabmalgestaltung
Federstahl, sehr gut geeignet als Messerstahl.
Aus gebrauchten Fahrwerksfedern, kostengünstig, nachhaltig…
Carbon- oder Kohlenstoffstahl, Gusseisen
bezeichnet man Stähle ab einem Kohlenstoffanteil von mind. 0,22%. Dieser ist die Grundvoraussetzung für das Härten des Materials.
Ab 2% Kohlenstoffanteil im Stahl spricht man von Gusseisen, das aber nicht mehr schmiedbar ist.
Reine Kohlenstoffstähle sind nicht rostfrei, lassen sich aber sehr scharf schleifen.
Rostfreie (richtig: korrosionsarme) Stähle
Die meisten Küchenmesser sind rostfrei und dadurch Spülmaschinen-geeignet.
Erreicht wird die Korrosionsbeständigkeit durch die Legierung des Messerstahls mit Chrom, Nickel oder Molybdän. Da diese Zuschläge jedoch relativ grobkörnig sind können die Messer nicht so scharf geschliffen werden wie reine Kohlenstoffstähle.
Damaststahl oder Damszener Stahl
Der Edelste unter den Messer und Schwertstählen. Damskus war im Mittelalter ein bedeutender Handelsplatz, – auch für edle, mehrlagige Schwerter und Dolche. Daher der Name „Damszener“.
Zwei unterschiedliche Stähle, beispielsweise zäher, aber nicht sehr schnitthaltiger Stahl wird mit einem sehr harten, schneidhaltigen, aber bruchgefährdeten Stahl miteinander feuerverschweißt. Dadurch kombiniert man beide Eigenschaften, – hohe Schärfe und Zähigkeit – miteinander.
Heutzutage wird Damaststahl hauptsächlich aus optischen Gründen verwendet. Durch das Verschweissen mehrerer Lagen unterschiedlichen Stahls entstehen Linien an den Übergängen, das typische Damast-Muster.
Feuerverschweißen
war bis zur Erfindung des Autogenschweissen (Acythelen- Sauerstoff) bzw. Lichtbogen- Schweissen (mit Hilfe von Elektroden) zur Mitte des 19. Jhrts. die einzige Möglichkeit Eisen zu schweissen. Dabei wird das Material auf Weißglut erhitzt und dann mit schnellen Hammerschlägen miteinander verbunden. Diese Technik erfordert sehr viel Erfahrung und Können.
